die geschichte vom teller beginnt ganz harmlos. zwei unschuldige, nichtsahnende menschen spazieren durch eine kleine stadt. in einer schmalen gasse fällt ihnen ein kleiner laden auf. halbversteckt hinter ein paar bäumen die neben der strasse wachsen sind in der auslage viele kleinere und grössere schätze aufgetürmt. (leute die mich kennen, wissen es geht um einen weltladen/fairtradeshop.) nach längerem stöbern finden der junge und das mädchen hübsche postkarten, die sie an ihre lieben eltern, onkel und tanten schicken wollen, da die beiden weit weg von zuhause in einem fernen land zur schule gehen.
dem jungen fiel bereits beim betreten des kleinen ladens ein wunderhübscher teller auf, der in der auslage aufgestellt war. so fragte er beim bezahlen seiner postkarten nach dem preis des wunderschönen stückes. die freundliche ältere dame entgegnet ihm jedoch, dass der teller nur zur dekoration wäre und nicht verkäuflich sei. darüber ist der junge sehr betrübt, kann er doch tagelang an nichts anderes, als an diesen wunderschönen teller denken. doch der junge ist schlau. er denkt sich: 'he, ich bin schwul. ältere damen lieben mich. wäre doch sehr überrascht, wenn ich den teller nicht doch irgendwie erwerben kann.'
gedacht, getan. der junge kehrt nach ein paar wochen wieder in das kleine geschäft zurück, um die alte dame zu fragen wo sie denn den teller bekommen habe, da ihm das stück extrem gut gefällt. zu seiner verwunderung hat sich jedoch die ältere dame in zwei noch ältere damen verwandelt, die der junge schwule mann rasch ins gespräch und um den finger gewickelt hat. geschickt lenkt er das gesprächsthema auf den teller und schon bald hat er die damen überzeugt, dass er den teller einfach haben muss. wenn nicht er, dann weiß wohl niemand auf dieser welt die schönheit dieses irdenen tonproduktes zu würdigen. kurze zeit später ist der ursprügliche preis festgelegt, um einen euro erhöht und der junge willigt begeistert in den kauf ein. 50cent trinkgeld, dass die damen gerührt einer stiftung für afrikanische kinder zukommen lassen und 10 minuten verpackungsbemühungen der damen später, hält der junge seinen liebevoll eingepackten teller in händen und verlässt bester dinge den ort des geschehens.
auf dem heimweg verwandelt sich der junge in den bösen wolf und freut sich ob seines talentes und darüber, dass er seinen freund aus der heimat bereits in 68 stunden in die arme schließen kann.
ende der geschichte
der böse wolf.. aka herr dachs
4 Kommentare:
zählst schon stunden oder was?
nicht nur er ...
*GeigenvonderKonserveeinspiel* ;)
Peter sagt ...
und wieviel hat der Teller jetzt gekostet?
Ich wusste, dass Du ihn bekommen wirst. Es war nur eine Frage der Zeit.
Wie schön. :-))
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